Hart umkämpftes Spiel

Zum ersten Heimspiel im Jahr 2018 reisten die Mädels vom 1. VC Parchim in die Hämmerlinghalle nach Berlin. Das Ziel für uns war klar: Drei Punkte sollten her, um weiter an der Spitze bleiben. Tabellenerster gegen den Tabellenletzten und auch das Hinspiel im Oktober 2017 konnten wir 3:0 für uns entscheiden – Klare Sache, auf dem Papier waren wir der Favorit. Aber so leicht wollte es uns die Mädels aus Mecklenburg-Vorpommern nicht machen. Hinzu kam, dass Trainer Markus Crüger heute nicht aus einem komfortablen Kader mit sonst 16 Spielerinnen schöpfen konnte. Arbeit, Verletzungen und Urlaub dezimierten das Team auf „nur“ elf BBSClerinnen.

Wird eine Libera Feldspielerin sein? Wen stelle ich auf welche Position? Wo sind die Schwächen des Gegners? Hier musste Markus sich an diesem Spieltag ordentlich den Kopf zerbrechen. Die Entscheidung war kurz vor dem Anpfiff gefallen: Lou wird nicht wie gewohnt als Libera agieren, sondern als Feldspieler ins Spielgeschehen eingreifen. Mit dem bewährten Glitzer im Bauchnabel ging es los. Auf dem Feld als standen Romy, Bimsi, Lischen, Stanzi, Luise, Tina und Sandra als Libera. So einen schlechten Start wie vor einer Woche in Braunsbedra wollte niemand hinlegen.

Parchim hatte als Tabellenschlusslicht nichts zu verlieren und spielte frei auf. Wir wackelten in der Annahme und auch im Angriff fehlte uns noch die nötige Durchschlagskraft. Wechsel auf der Zuspiel- und Diagonalposition sowie im Mittelblock brachten frischen Wind und wir konnten Dank starken Aufschläge von Luise und Stanzi den Satz noch knapp mit 25:23 für uns entscheiden.

An die guten Phasen aus dem ersten Satz wollten wir natürlich in Durchgang zwei anknüpfen. Doch nichts wollte so richtig gelingen. Fehlende Absprache und wiederholt die Annahme bereiteten uns Probleme. Auch die Wechsel auf verschiedenen Positionen brachten nicht den gewünschten Effekt. Wiederrum gute Aufschläge konnten uns in diesem Satz nicht helfen und wir mussten uns mit 22:25 geschlagen geben. Hinzu kam eine Schreckenssekunde alle Anwesenden in der Halle: Sandra verletzte sich bei einer Abwehraktion für den Moment so stark, dass Trainer Markus sie für spielunfähig erklärte. Lou, die bis dahin als Feldspieler agierte, ersetzte Sandra auf der Liberaposition.

Abhaken! – Das war die Devise. Aber so einfach ist das ja bekanntlich nicht. Auf der Außenposition wurde gewechselt, frischer Wind sollte her. Doch ängstlich und ohne das nötige Selbstvertrauen nahm uns Parchim einen nach dem anderen Punkt ab. Plötzlich stand es 3:11. Ergibt sich der BBSC bei solch einem Punktestand einfach? Natürlich nicht! Wir haben es geschafft, die aussichtslose Situation zu drehen und Parchim keinen Punkt zu schenken. Denkbar knapp mit 25:23 entschieden wir durch eine tolle Mannschaftsleistung Satz Nummer drei für uns.

Die Mädels aus Parchim hatten dennoch Lust aufs Gewinnen. Sie machten uns auch im vierten Durchgang wieder einmal mit ihren guten Aufschlägen das Annahmeleben schwer. Doch wir wollten die ganzen drei Punkte auf unser Konto schreiben und keine einzigen abgeben. Mittelblockerin Romy verwertete beinahe jeden Pass und ließ der generischen Abwehr kaum eine Chance. Mit viel Kampfgeist und mutiger im Angriff geht auch der letzte Satz mit 25:21 an uns. Lobend erwähnt werden müssen in dieser Partie unsere beiden Zuspieler Lischen und Anna. Schnell wie der Blitz sprinteten sie hinter jeder mittelmäßigen Annahme hinterher und versuchten trotzdem allem, die Angreifer in Szene zu setzen.

Dass uns der Tabellenletzte das Leben gehörig schwer macht, hatten wir so nicht erwartet. Aber bekanntlicherweise ist ja beim Volleyball alles möglich.

Ein herzlicher Dank geht wieder einmal an alle Helfer und Verantwortlichen des BBSC. Ihr habt einen großen Anteil an unserem Erfolg. Ihr lebt Volleyball genauso wie wir.

MVP: Natalie Heinold

Es spielten: Anna-Lena Vogt, Lisa Kerger, Constanze Bieneck, Luise Erdmann, Natalie Heinold, Kristina Seidel, Romy Munz, Mareike Birmele, Juliane Krecklow, Sandra Duinkerken, Lou Klappenbach

 Autor:

BBSC II - Team

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